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In der Spirituellen Szene wird oft vom freien Willen gesprochen. Das höchste Gut des Menschen sei sein freier Wille. Kann dies so stimmen?

Parallel dazu gibt es das Wissen, dass jeder Einzelne ein Funken des Universums ist. Wir sind also Seelen des Universums und nicht umgekehrt. Ohne das Universum, nennen wir es Gott, wären wir nie erschaffen worden. Gott hat die Menschen, Tiere, Pflanzen, die Planeten, inkl. der Erde in einer absoluten Perfektion erschaffen. Es gab kein: ich versuch mal einen Menschen zu erschaffen mit all den geistigen, seelischen, körperlichen zusammen interagierenden Inhalten und ich korrigiere es dann einfach bis alles miteinander stimmt, was wohl nie eintreffen würde. Also hätte ich einen Menschen erschaffen müssen, hätte ich möglicherweise den Darmausgang vergessen, oder die Gefühle. Es sieht ganz danach aus, als ob es ein höheres universelles höheres Wissen gibt, dem wir untergeordnet sind.

Nun, das Ego des Menschen ist so gross, oftmals in der Annahme sogar grösser als das universelle, mehrdimensionale göttliche Wissen, dass dieses Ego predigt: ich habe den freien Willen und der steht über allem.

Schon rein von unserer Entstehungsgeschichte scheint dies in der Rangfolge anders zu sein. Unser Leben auf der Erde ist von Dualität geprägt. Einigen gelingt es die 3. Dimension anzudocken. Aber dauerhaft halten ist es niemandem möglich. Und auch wenn dies jemand kann – ist er in der Materie, der Dualität, so zu sagen im niederen Willen mit seinen eigenen Themen, seinem Unwissen gebunden. In der Dimension Gott sprechen wir von 3. Dimension, 4. Dimension etc. Also einem allumfassenden Wissen – an das wir nur kümmerlich mit unserer Dualität und kleineren Einblicken in die 3. Dimension andocken.

Hätten wir den freien Willen, wären wir alle reich, gesund, glücklich. Denn das ist unser wahrhaftiger Wunsch. Nun ist es aber so, dass wir Erfahrungen machen, die dem gegenüberstehen: Menschen werden ernsthaft krank, verlieren Job, Haus, Geld, sterben. Diese Erfahrungen dienen unserem höchsten Wohl bezüglich des Wachstums der Seele. Selbst die, die ewig leben wollen, werden sterben. Weil der Weg auf der Erde in dieser Inkarnation beendet ist. Und das bestimmt der obere Wille. Ganz oft unterscheidet sich unser persönlicher Wille vom göttlichen Willen. Hat es schon jemand irgendwann erlebt, dass der persönliche Wille stärker war als der göttliche Wille? Kennt nicht jeder die Ohnmacht, wenn es einfach nicht so läuft wie wir wollen, obschon wir uns aussergewöhnlich darum bemühen?

Ich persönlich denke, dass jeder Gedanke den wir denken aus dem Universum geleitet ist. Also auch der Gedanke: ich versuch meinem Leben eine Wende zu geben, indem ich positiv denke. Ich glaube vielmehr, dass es diesen freien Willen in Tat und Wahrheit gar nicht gibt. Alles fokussiert von oben auf das höchste Wohl der Seele, den Seelen und des Universums. Um das im Griff zu haben braucht es mehr als ein einzelnes kleines Ego.

So halte ich auch nichts von der Theorie, dass ein Mensch der sein Leben alleine beendet wiederkommen muss, weil er sich der Aufgabe nicht gestellt hat. Es geschieht nichts für nichts und falsch ist auch nichts. Alles von oben geführt und abgesegnet. Für mich gehörte diese Erfahrung ganz einfach auch zur Seelenerfahrung und Seelenwachstum, im Einklang mit dem göttlichen Willen. Der göttliche Wille ist übergeordnet und der geschieht.

Was bedeutet meine These? … so hart es ist, aber baut das Ego ab und geht mit dem Fluss des Lebens, ob ruhig, wellig oder tobend. Es hat seine Richtigkeit.